Die "Kom(m)Postler-Vilslaus" -

der/ein Kleinkunstpreis mehr in der Szene

"So schlecht kann heute gar keiner mehr sein, als dass er nicht irgendwo einen Preis bekommt", meinte einmal der Berliner Kabarettist Martin Buchholz. Diese Bemerkung ist zwar etwas überspitzt, aber nicht ganz unzutreffend. Denn landauf, landab haben Veranstalter und vor allem Brauereien (Kabarett war schon immer "brauerei-gestützt") das Kabarett und in Folge davon die Verleihung von Kleinkunstpreisen als Imagefaktor für sich entdeckt. Wie sollte es bei den Kommpostlern dann anders sein?

Doch die "Kom(m)Postler-Vilslaus" sucht nicht unerbittlich seine Preisträger, schließlich wird sie mit Bedacht an ausgewählte Künstler verliehen. Die "Kompostler-Vilslaus" als "Cup der guten Hoffnung"!!

Warum gerade eine "Vils-Laus"?

Nun, das "Scharfrichter-Beil" gibt es schon, der "Salzburger Stier" ist uns zu groß, der Leopard zu gefährlich und ein Kaktus zu stachelig. Unsere kleine Bühne mit dem unschlagbaren Flair braucht ein lokalspezifisches Kleintier. Kein weiter Gedankenweg zur "Vilslaus".

Preisträger erhalten von den Kompostlern indirekt den Auftrag, nicht zu schmarotzen, Probleme aufzusaugen und schließlich in gekonnter sprachlicher, schauspielerischer oder musikalischer Form, etwa in "Satire-Häppchen", wieder "abzusondern". Auf eine Jury verzichtend, trotzdem nicht beliebig, entscheiden die Kompostler allein (Kritiker meinen "in aller Selbstherrlichkeit"), wer die "Kom(m)Postler-Vilslaus" erhalten soll.

Bisher waren dies:

(Dr. Dietrich) Piano Paul Konstantin Wecker   Pippo Pollina
Dieter Hildebrandt Konrad Ritzinger   Carmela de Feo
Bruno Jonas Simone Solga    
Richard Rogler Tom Haydn    
Georg Schramm Helmut Schleich