2013
Positive Rück- und Ausblicke bei den Kom(m)Postlern
 

Die Kom(m)Postler freuen sich schon auf ein hochkarätiges Programm 2013.
 

Vor einiger Zeit fand die obligatorische Hauptversammlung der Kom(m)Postler statt. Zunächst stand der Blick auf die letzten Gastspiele (BR-Veranstaltung, Pippo Pollina, Han´s Klaffl, Sigi Zimmerschied, Tom Haydn...) an, die Aktivitäten zum 20-jährigen Bestehen, die Geburtstagsfeier von Maria Trende mit Tom Haydn & Co sowie die eindrucksvollen „Vereinsausflüge“ (unter anderem zu Hagen Rether und Rolf Miller).

Alfred Dorfer und...

Bei ihrem akzentuierten Kassenbericht wartete Andrea Wieslhuber mit vielerlei Zahlen auf. Fazit: Der Verein hat trotz der kostspieligen Gastspielverpflichtungen von Hochkarätern der Kabarettszene ein solides finanzielles Polster.
Berufliche und persönliche Rahmenbedingungen machten Veränderungen im Kom(m)Postler-Team notwendig. So gab Markus Renkl seinen 1.Vorsitz ab, bedankte sich bei allen Mitgliedern für die Zusammenarbeit, insbesondere bei Andrea Wieslhuber und Alfred Wenzl. Dieses Gremium leitete gemeinsam die Geschicke des Vereins, Ehrenvorstand Wolfgang Trende beeinflusste, wie bisher, maßgeblich das Geschehen des Vereins. Und so appellierte Trende, dass jeder Kom(m)Postler weiterhin während der Gastspielphasen vollen Einsatz mit Kopf, Herz und Hand sowie deutliche Hingabe dokumentieren möge. Mit einem Dank an Markus Renkl für die fünfjährige Übernahme des Amtes als 1. Vorstand leitete Wolfgang Trende auf die Neuwahlen über, die Josef Niedermeier in bewährter Weise souverän leitete. Ergebnis der Wahlen: Jochen Berger übernimmt den Vorsitz des „Gremiums“ (J. Berger, A. Wieslhuber, A. Wenzl, W. Trende), Stellvertreter bleibt A. Wenzl, die Funktion als Kassiererin hat weiterhin Andrea Wieslhuber inne. Für den Bühnenaufbau zeichnen Alfred Wenzl, Klaus Strebl, Martin Karlstetter, J. Niedermeier und H. Unterholzer verantwortlich. Weitere Aufgabenbereiche (Verwaltungstechnisches, Dekoration, Schriftführer, Chronik, Homepage…) wurden an einzelne Kom(m)Postler verteilt. Tenor der Erstaussprache: Es sollte nicht so sein, dass immer weniger Mitglieder immer mehr arbeiten. Da berufliche und persönliche Bedingungen es aber nicht allen Kom(m)Postlern möglich macht, immer Präsenz und aktive Mithilfe zu zeigen, wurde der Kreis um zwei neue Mitglieder erweitert. Brigitte und Martin Karlstetter werden zukünftig die Vereinstätigkeiten der Kom(m)Postler tatkräftig unterstützen.
Nach Neuwahlen und Danksagungen gingen die Kom(m)Postler unter Vorsitz von J. Berger in gewohnt heiter-lockerer Atmosphäre an die Grob-Planungen des nächsten Gastspielprogramms und an erste Zielvorstellungen für den nächsten Vereinsausflug - evtl. „Neues aus der Anstalt“ oder „Verleihung des Salzburger-Stiers“ (der Oscar der Kabarettpreise) in Fürstenfeldbruck.


... Max Uthoff kommen nach Frontenhausen.

Intensive Kontakte von Wolfgang Trende zu Künstlern und Agenturen führten zu ersten sehr erfreulichen Gastspielverträgen, so dass 2013 wieder Hochkaräter des Kabaretts in Frontenhausen gastieren werden. Am Sonntag, 16. Juni, oder Freitag, 13. Juni, kommt der außergewöhnliche österreichi-sche Kabarettist Alfred Dorfer, am Freitag, 13. September, der mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2012 ausgezeichnete Künstler Max Uthoff auf die Kom(m)Postlerbühne, also sozusagen wieder die „1. Bundesliga des Kabaretts“. Rosige Zukunft für Kom(m)Postler und Kabarettfreunde! Vorverkaufstermine und Einzelheiten zu den Künstlern und deren Programmen werden rechtzeitig im „Vilstalboten“ bekanntgegeben.

 
 

 
Garantie für schmerzende Lachmuskel
Temporeich, sympathisch, nah am Publikum: Alfred Dorfer im ausverkauften Postsaal
 
Alfred Dorfer betritt die mit nur einem Stuhl (österreichisch „Sessel“) ausgestattete Bühne, „fordert“ zu Beginn eine Vorstellungsrunde ein oder gibt Denkaufgaben für die „Gruppenarbeit“ in der Pause, sucht den Dialog, mal mit Fragen, mal mit Blicken und findet zielsicher den Kontakt zum Publikum. Obwohl er mit seinem Soloprogramm „bisjetzt“ schon auf vielen Bühnen im deutschsprachigen Raum auftrat, kommt der Künstler lebendig rüber, als hätte er immer noch riesigen Spaß, das Publikum mit seinen Programmnummern bestens zu unterhalten.
Die erste Hälfte des Programms war ein Streifzug durch seine Kindheit in der Sozialwohnung, Matura („Abitur“), Studium, Vaterschaft bis hin zur Midlife Crises. In diesem Zusammenhang erklärte Alfred Dorfer den Unterschied zwischen einer Psychotherapie und Kunst:“Im ersten Fall müsse er bezahlen, im zweiten das Publikum.“
Im zweiten Teil denkt Dorfer weiterhin laut, fragt nach und philosophiert. „Reicht ein Leben aus?“ Natürlich nicht und so sinniert der Künstler metaphernreich über das Leben nach dem Tode, das er auf einem Schiff unter der Führung von Kapitän Luzifer imaginiert. Hier würfeln Napoleon und Stalin um bessere Karten, doch ihr Schicksal ist eh schon vorbestimmt. Der intelligente Satiriker und Kabarettist begeisterte die Zuschauer im Postsaal in jeder Minute. Souverän blödelt, singt („Oba Heidi, kumm peitsch mi“), bewegt sich elegant durch den Abend und überzeugt ebenso durch nachdenkliche und kritische Töne. Was ist typisch deutsch, was typisch österreichisch? „A Stuhl is halt bei uns wos ganz anderes, da setz i mi net drauf“. Die Deutschen gingen „zur“ Schule, die Österreicher „in“ die Schule - was sich ja ehemals bei den Pisa-Studien-Ergebnissen positiv für Österreich auswirkte. „Der Tod kann kein Österreicher sein, sonst wäre am Freitagnachmittag noch keiner gestorben.“ „Ist es gut oder schlecht? Ist es Yin oder Yang? Oder ist es einfach nur wurscht?“.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb über Alfred Dorfer:“ Er ist der vielseitig Begabteste unter seinen deutschsprachigen Kollegen.“ Dieses Gefühl hatten auch die begeisterten Zuschauer an diesem hervorragenden Kabarettabend. Wie bei den Kom(m)Postlern üblich, bedankte sich Ehrenvorstand Wolfgang Trende pointiert bei dem Künstler, 1. Vorstand Jochen Berger überreichte „programmgemäß“ einen Wurstwarenkorb - weil´s „wurscht is“.
Das nächste Kabarettschmankerl (am 13. September) mit dem Senkrecht-Starter Max Uthoff („Oben bleiben“) wirft mit dem Vorverkauf am 6. Juli schon seine Schatten voraus. Auch hier wird wiederum niveauvolle Kabarettunterhaltung garantiert.



 
Lob und Geschenk für den Künstler von den Kom(m)Postlern 1. Vorstand Jochen Berger (mitte) und (rechts) Ehrenvorstand Wolfgang Trende.
 

 
Ein Meister der präzisen Pointe
Max Uthoff gastiert mit seinem Soloprogramm „Oben bleiben“ am 13. September in Frontenhausen
 
Souverän und selbstverständlich steht er im schwarzen Anzug vor dem Publikum, redet sich, ähnlich wie Volker Pispers, von Gedanke zu Gedanke, beobachtet, öffnet Augen, schiebt Gedanken an. Mit seinem zweiten Solo-Programm „Oben bleiben“ spielt sich Max Uthoff in die „erste Liga“ der Kabarettisten und räumte zu Recht namhafte Kabarettpreise ab (Deutscher Kleinkunstpreis 2012, Bayerischer Kabarettpreis 2013).




Seine glasklaren, geschliffenen Formulierungen weisen den Künstler als virtuosen Meister der präzisen Sprache aus. Schnell, trocken, elegant, messerscharf und pointiert reagiert Max Uthoff auf tagesaktuelle Ereignisse und entlarvt politische sowie gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen. Die Süddeutsche Zeitung meinte zu Uthoffs Programm: „Das hat Charme, Esprit, Relevanz und wird zunehmend einnehmend.“
Die Kom(m)Postler freuen sich, diesen erstklassigen Kabarettisten, inzwischen den Kleinkunst-freunden durch vielerlei Fernsehauftritte bekannt, am Freitag, 13. September, im Postsaal präsentieren zu können.
Ein weiteres Highlight in der Gastspielreihe der Kom(m)Postler.
Der Vorverkauf für den Kabarettabend mit Max Uthoff beginnt am Samstag, 6. Juli, um 8 Uhr bei Ortmaier Druck/Vilstalbote, Birnbachstraße 2, 84160 Frontenhausen (telefonische Bestellung ist unter der Nummer 08732/9210-91712 ab 8.15 Uhr möglich).
 
 

 
     

 

 

2012 - 2014