2006

Aus seinem „Leben hinterm Mond“ erzählte Josef Brustmann. Sein Solo-Debüt als Musik-
kabarettist fand großen Anklang im Postsaal. Rund zwei Stunden lang plauderte, sang, frotzelte und philosophierte der Künstler auf der Kom(m)Postlerbühne. Ob Gitarre, Banjo, Zither oder Akkordeon, alle Musikinstrumente werden von ihm perfekt beherrscht. Eine gute Mischung aus aufmüpfiger Bodenständigkeit und kritischer Heimatliebe machte sich breit. So gestand Josef Brustmann dem aktiv mitdenkenden und mitwirkenden Publikum: “Ich habe noch nie mehr gelogen als bei der Beichte“, und bindet in seine Erzählungen die bayerischen Landesväter ein: „Stoiber, Streibl, Strauß, so viel Glück hält nur Bayern aus.“ Brustmann sorgte für großen Spaß beim Publikum, erhielt viel Applaus und obendrein von den Kom(m)Postlern Wein sowie seine quadratische Lieblingsscholokolade – „Rum, Trauben, Nuss".

"Wer reitet so spät auf Norber A.?" - Josef Brustmann

Ein Höhepunkt der inzwischen ingesamt 40 (!) von den Kom(m)Postlern bestens organisierten Veranstaltungen war das Gastspiel von Andreas Giebel, bekannt in der Kabarettszene und vom Fernsehen (u.a. von der Kultsendung „München 7“). Ausdrucksstark in Mimik und Sprache präsentierte der preisgekrönte Künstler liebenswerte Versager. So erzählte Andreas Giebel von seinem gesundheitswahnsinnigen Freund Elmar, dem Philosphen „Puschkin“, dem etwas geistesschlichten „Placebo“ und mal so nebenbei vom „Achter“, einer multiplen Persönlichkeit. Unvergessen bleibt wohl dem Publikum das Wörterbuch mit dem eindringlichen Titel „Um was geht´s eigentlich?“ und Giebels Lebensmotto: „Wenn die Auswahl zu groß ist, sollte man sich erst mal hinsetzen und ein Bier trinken.“ Der Kleinkünstler gestaltete auf höchst unterhaltsame Weise seine Geschichten von Menschen unter uns. Abgerundet wurde wieder mal der Abend von der themenspezifischen Absage durch Vorstand Wolfgang Trende. Mit zwei Biergläsern in der Hand, gemäß Giebels Motto, nahm Trende Bezug auf das Programm und stellte dem Künstler in Aussicht, bei erneutem Gastspiel in Frontenhausen die „Kom(m)Postler Vilslaus“ eventuell zu erhalten. Ein Kabarettpreis – inzwischen geschätzt, erwähnt und damit bundesweit bekannt, wie die Frontenhausner Kabarettbühne selbst auch.

Andreas Giebel   Abgesang mit Bier: A. Giebel und W. Trende

„Kom(m)Postler-Chef“ Wolfgang Trende hatte einen „runden“ Geburtstag , und dies wurde wieder einmal kom(m)postlerlike gefeiert. Ein Füllhorn an Überraschungen, Ideen, Köstlichkeiten und unbezahlbaren Geschenken wurden ausgeschüttet und damit der Jubilar in einen Schwebezustand versetzt. Ein fürwahr traumhafter, spannender und köstlicher Geburtstagsabend!


2005 - 2007